Neue Stolpersteine für Güstrow

Am heutigen Mittwoch, den 28. November 2018 wurden in Güstrow zwei weitere Stolpersteine in der Domstraße 14 verlegt. Nun gibt es insgesamt 19 Steine in Güstrow, die an die Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten des Nationalsozialismus erinnern und mahnen sollen, die überall in Deutschland und in Europa stattfanden und auch vor unseren kleinen Stadt nicht halt machten. 

Bei einer Feierstunde im Güstrower Rathaus waren Schülerinnen und Schüler der Freien Schule Güstrow mit dabei und umrahmten diese mit Gedicht und Musik. Außerdem durften wir dem Vortrag des Künstlers Gunter Demnig beiwohnen und über seine Beweggründe und den Werdegang des Kunstobjektes „Stolpersteine“ so einiges erfahren.  

Europaweit sind in 24 Ländern mittlerweile über 70.000 Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig verlegt worden. Sie sollen daran erinnern, dass sich so eine Zeit wie die des Nationalsozialismus nicht wiederholen darf. Dafür bedarf es vieler kleiner Zeichen und Denkmäler wie die Stolpersteine, die sich zu einem großen Ganzen zusammenfügen. 

Die zwei neu verlegten Steine tragen die Namen von Max und Margarete Marcus, die mit ihren Kindern noch rechtzeitig aus Güstrow nach Palästina im Jahre 1939 ausgewandert sind, aber sich den Repressalien und Drangsalierungen der Nationalsozialisten unterwerfen mussten und miterlebten, wie die Güstrower Synagoge niederbrannte und ihnen nicht mehr die Möglichkeit gegeben wurde, ihre Religion auszuüben.

Wir werden nun auch die beiden Steine mit in unsere Putz-Patenschaft nehmen und diese regelmäßig putzen, damit man mit Kopf und Herz über sie „stolpern“ kann.

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