Ausflug des Sozialkundekurses Klasse 1o+/11…

… zur öffentlichen Sitzung des NSU Untersuchungsausschuss in Schwerin

Im Juli 2018 fiel in München das Urteil im fünf Jahre andauernden NSU-Prozess. Die Hauptangeklagte, Beate Zschäpe, wurde des zehnfachen Mordes für schuldig befunden und zu lebenslanger Haft verurteilt. Auch die vier Mitangeklagten wurden zu Haftstrafen verurteilt.

Seit Mai 2013 wurden im NSU-Prozess in München die Taten der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) aufgearbeitet. Darunter fallen zehn Mordfälle sowie Sprengstoffanschläge und Raubüberfälle. Längst sind jedoch nicht alle Verbrechen und Zusammenhänge des rechten Terrornetzwerkes aufgeklärt. Daher gibt es in einigen Bundesländern parlamentarische Untersuchungsausschüsse.

Im Frühjahr des letzten Jahres konstituierte sich auch in MV ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der NSU- Aktivitäten in MV. Dieser Ausschuss trat am 11. Januar zur 8. und ersten öffentlichen Sitzung in Schwerin zusammen.

Im Rahmen des Sozialkundeunterrichts nahm eine Gruppe interessierter Schüler und Schülerinnen der 10+/11. Klasse unserer Schule daran teil. Zuerst informierte Dorothea Marx die anwesenden Abgeordneten und Mitglieder des Ausschusses in MV über die generelle Arbeitsweise des PUA in Thüringen. Im Anschluss daran hielt Katharina König- Preuss eine äußerst umfangreiche und interessante Präsentation über den NSU, HelferInnen und über Strukturen, in denen diese sich bewegten. Immer wieder verdeutlichte sie darin Bezüge zu MV, denen der Untersuchungsausschuss in Schwerin nachgehen sollte.

Am Ende des Vormittages schwirrte uns zwar der Kopf, es war jedoch sehr interessant und gut, dass wir da waren.

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